| Die
Datababes History Das ist die Geschichte der Datababes, -eine bunte Mischung aus puren Fakten, Anekdoten und subjektiv gefärbten Erinnerungen, die chronologisch erzählt, wie Datababes in die Welt gekommen ist, welche Motivationen, Ideen dahinterstehen, -welche Probleme und Erfolge es gab. Die History zeigt auch prozesshafte Veränderungen und Anpassungen an Notwendigkeiten aber lest einfach mal selbst rein: Vorgeschichte Im Winter 1999/2000 kommen Florian Merkel und Christian Jetter nach Konstanz um Information Engineering an der Uni Konstanz zu studieren. Der Psychologiestudent Florian Gäng wohnt zu dieser Zeit in Zürich und ergänzt seine DrumandBass-Plattensammlung. Florian Merkel, Florian Gäng und Marc Irgendwas lassen im Excalibur in Konstanz einen Versuchsballon mit drei Donnerstagsterminen steigen, um ihre DJ-Ambitionen nicht ganz versiegen zu lassen. Der Publikumszuspruch auf die Parties mit ihrer bis dahin in Konstanz selten gehörten Beats und Breaks zwischen NuJazz, DrumandBass und TripHop ist unterschiedlich und man entscheidet sich, das Ganze sein zu lassen. Immerhin hat man mit Christian Jetter einen Gast kennengelernt, dessen Musikgeschmack sich erschreckend gut mit dem des Schwarzwald-Exilanten-Gespanns Merkel/Gäng deckt.
|
| Frühjahr
2000 |
Florian
Gäng nimmt aus Zürich Kontakt zu Christoph "Lindus"
Linder von der Konzertagentur Planet Rock auf, um auf Party/Konzert-Ebene
organisatorisch zusammenzuarbeiten bzw. sich auszutauschen. |
||||
| Sommer 2000 | Florian
Merkel, Christian Jetter und Florian Gäng beschliessen, ein Kulturnetzwerk
zu gründen, Parties selber zu organisieren und Leute zusammenzubringen,
um nicht vom goodwill und Lokalpolitik der etablierten Konstanzer Kulturinstitutionen
abhängig zu sein. Am Tägerwiler Kuhhorn werden in der Augustsonne erste Skizzen gezeichnet und Pläne geschmiedet. Irgendwann um diese Zeit herum, entsteht der Name "Datababes". Die Geschichte um die Namenfindung ist mehr oder minder verschollen. |
||||
| Herbst 2000 | Der
ebenfalls Information Engineering studierende Alan Ross steigt ins Boot. In regelmässigen Treffen werden viele Ideen gesponnen und das eigentümliche Datababes-Vokabular entwickelt. Man einigt sich darauf, eine Plattform mit vielen offenen Themenbereichen in Form einer Website zu produzieren, die nach und nach eine Vielzahl von Leuten anziehen soll, die eigenständig diese Themenbereiche füllen. Im November und Dezember programmieren Florian Merkel, Alan Ross und Christian Jetter die Website www.datababes.de, die bis heute in Design und Funktionalität unverändert ist Die Gründer schaffen sich operative Internet-Identitäten und nennen sich Aurelius, Valerian und KillerPOKE |
||||
| Dezember 2000 | Aurelius
und KillerPOKE stellen datababes.de im Seminar "Netzwissenschaft"
von Dr. Reinhold Grether (auch bekannt als etoy.Agent NASDAQ) vor. Obwohl die Site noch nicht offiziell online ist und nicht über die toplevel-domain erreichbar ist, trägt sich der erste User ("Crossales") in die Datababes-Community ein, weil bei der Seminar-Präsentation jemand den direkten Link notiert hat. Die Gründer entfernen schnell alle Test-Einträge (Captain Bobboritz, Eva Braun etc.). |
||||
| 05.12.2000 | Datababes.de geht online. Die offizielle Bekanntmachungsmail an alle Freunde und Bekannten lautet so: |
||||
| 15.12.2000 | Die
erste Datababes-Party findet im Neuwerk Konstanz statt. Obwohl zur Werbung
ganze drei Plakate aufgehängt wurden, setzt diese Party einen bisher
unerreichten Datababes-Standard: Im Gang vor der Tür zum Partyraum, im Treppenhaus und im Hof drängeln sich Leute, die ins proppevolle Neuwerk keinen Einlass mehr gefunden haben. Dramatische Szenen spielen sich ab und selbst ein Mädchen, was die herzerweichende Nachricht mitbrachte "dass sie extra aus Stuttgart gekommen ist, um drumandbass zu hören", muss eine Stunde warten bis sie reingelassen werden kann. Es spielen die mittlerweile aufgelösten Konstanzer HipHopper "Die Freien Mitarbeiter", Aurelius, Valerian, Skitara und killerPOKE. |
||||
| 17.12.2000 |
Im Datababes-Forum werden die Datababes von "Steffen Marquard" als "Drecksäcke" und "Vollidioten" beschimpft, weil statt des angekündigten NuJazz, Aurelius doch lieber BigBeat und ninjatune-jazzige breaks aufgelegt hatte. | ||||
| Januar 2001 | Alan Ross steigt aus persönlichen Gründen aus. | ||||
| Januar 2001 | Der
Konstanzer Punk/HC-Club Contrast gerät ins Trudeln und sucht neue Vorstände.
Datababes-Gründer Aurelius wird zum neuen Vorstand des Contrasts gewählt.
killerPOKE ist ebenfalls als Vereinsmitglied involviert. Die Datababes starten die Hörbar (mittwöchige Ambient und NuJazz-DJ-Bar) und in Kooperation mit den Exil-Pforzheimern von der Feiern Crew Eternal Darkness (Elektro und Detroit Techno) mit dem Ziel, aus dem Contrast einen lebendigen, coolen Club mit verschiedenen Underground-Sounds zu machen. |
||||
| Frühjahr 2001 | Die Datababes-Community ist auf über 50 Babes angewachsen und eine Vielzahl von Artikeln füllt die Pages auf datababes.de. Langsam kristallisiert sich heraus, welche Inhaltsbereiche auf aktives Interesse stossen und welche nicht. | ||||
| März 2001 | Drumandbass-Veteran Mellokat und Valerian gründen "Basslastic", -eine monatliche DrumandBass-Partyreihe. Bei der ersten Party ist das Contrast ausverkauft (Partyreview). | ||||
| 30.03.2001 | Im
Contrast veranstalten die Datababes die "Riotbabes"-Party. Die
Flyer dazu werden von Bert Binning auf Tarnstoff gedruckt (Flyer
anschauen). Kurz vor der Party stürzt unser Server bei Strato ab
und alle Informationen über die Riotbabes-Party können nur noch
per Mundpropaganda gestreut werden. Die Riotbabes-Party ist nach wie vor die wohl härteste Party in Konstanz ever gewesen. Vermummt und in Kampanzügen gehüllt legen Groundzero, Valerian, Jiri Hönes und Marc Arzt unter Einsatz infernalischer Nebelschwaden, Noise, Industrial, Breakcore, Darkstep-Drumandbass und Digital Hardcore auf. Circa 35 überwiegend in Kampfanzügen und Flecktarn gewandete Gästen halten es aus....die meisten nach 30 Sekunden wieder das Contrast verlassende Partypeople wohl nicht. (Partyreview) |
||||
| Frühsommer 2001 | Datababes
erlebt die ersten Spannungen. Das Projekt wächst zu langsam und der
Input von Aussenstehenden bleibt bescheiden. Die meisten der mittlerweile
zahlreichen Leser bleiben passiv. Wichtige Ressourcen sind im Contrast gebunden und es zeigt sich immer mehr, dass es wichtiger wird, ein festes Kernteam zu bilden, anstatt auf Beteiligung von Außen zu warten. In diese Zeit fallen die ersten Nonsense-Einträge in die Community, die einigen auf die Nerven gehen, sowie interne Diskussionen, ob das Datababes-Forum nun zu intellektuell oder nicht intellektuell genug ist. |
||||
| Frühsommer 2001 | Das
Contrast unter Führung von Aurelius kooperiert mit Planet Rock, das
zu der Zeit verstärkt von Dani Fromm (heute Relaxed Clubbing) gemanagt
wird, und präsentiert legendäre (und auch legendär wechselhaft
besuchte) Konzerte von Mike Ladd, Dälek und Rechenzentrum. Endlich
kooperieren Konstanzer Kulturveranstalter erfolgreich und ohne Ressentiments
miteinander und es werden Grundsteine für zukünftige Zusammenarbeit
gelegt. Es zeichnet sich ab, dass viele Mitglieder des Contrast-Vereins elektronische Musik im Allgemeinen und die neuen Veranstaltungsreihen im Besonderen als Bedrohung sehen. Es enstehen Oppositionen und Streitereien über Bookings von HC-Bands aus dem Skinhead-Umfeld, mangelndes Engagement, sowie die weitere Perspektive des Contrasts. |
||||
| Frühsommer 2001 | Pedro und Magensäure kommen in den Inneren Kreis | ||||
| 13.07.2001 | Die
zweite Datababes-Party im Neuwerk findet statt und wird in der offline-Welt
ausschliesslich mit Flyern aus buntem Plexiglas beworben. Astral Travelling, die mittlerweile überregional bekannten TripHop-Band aus Singen, spielt ihren ersten Konstanzer Auftritt. Erstmals zeigen die Datababes Visuals über Beamer und Diaprojektor bei einer Party. Valerian spielt das erste Nu Skool Breaks DJ-Set in der Region (und in seinem Leben) und bringt eine in Konstanz bisher unbekannte Musikrichtung ins Neuwerk. TJ Hookah (Mitglied beim damals noch unbekannten DrumandBass-Act Giana Brotherz) spielt ein umjubeltes und heiss umschwitztes Oldskool Breaks und Happy Hardcore-Set. Alle im Vorraum ausgestellten Riotbabes-Flyer werden von den Wänden gerissen und geklaut. Die Datababes verstehen das als Kompliment... |
||||
| Sommer 2001 | Die
Basslastic Residents Mellokat und Valerian beenden ihre Partyreihe im Contrast,
weil ein festgebuchter Termin mit einem kanadischen DJ zugunsten eines Bierkistenrennens
aus dem Programm gekickt wurde bzw. "vergessen" worden ist. Mit
dem neuen Booker des Kulas Markus Bekenmeier wird beschlossen, die Basslastic
ab September im Kulturladen stattfinden zu lassen. Als erstes Datababes-Spin-Off-Projekt
entwickelt die Basslastic ein Eigenleben, das bis heute erfolgreich andauert. Im Contrast ist das Ausmaß an Ignoranz und Widerstand mittlerweile so groß, dass ein professionelles und verträgliches Arbeiten nicht mehr möglich ist. Vorstand Aurelius tritt zurück und die Datababes beenden ihr Engagement im Contrast. |
||||
| Herbst 2001 | Neue Datababes kommen in den inneren Kreis: Tarwin, Alix und Palomo retten die Gründergeneration vor digitalem Alzheimer. Ein erweiterter Kreis von circa 10 Babes agiert als gelegentliche Autoren, Partyhelfer und häufige Forumsgäste. Der innere Kreis umfasst circa 8 Leute und hat Lust, das Partykonzept auf ein Mehr an Visuals, Kunst und Interaktion zu erweitern. | ||||
| Dezember 2001 | Erste
Schwierigkeiten mit dem Neuwerk treten auf: Ein fest zugesagter Termin wird
10 Tage vor der Veranstaltung abgesagt, weil man aus Versehen den Raum zeitgleich
an eine Tanztruppe vermietet hat. Das bisher aufwändigste und beste Booking der Datababes (SmashFX/Zürich und Gogo Goddess/Berlin) droht zu scheitern. Dani Fromm, deren Relaxed Clubbing-Montagsparty gerade auf der Rheinterrasse zum Erblühen kommt, hilft aus der Patsche und besorgt die Rheinterrasse als Ersatzlocation. Die Flyer aus Fimo-Plastik-zum-im-Ofen-backen gehen weg wie warme Semmel. |
||||
| 14.12.2001 | Gogo
Goddess irritieren das Publikum auf gar vorzüglichste Weise: zwei überirdische
Mädels aus Berlin lassen Schwärme von Breakbeats in Terrorformat,
Bootyfragmente und Psychedelic-Flächen auf das brave Konstanzer Publikum
los, singen und tanzen auf den Bassboxen. Danach zeigen die schweizer shooting
Stars SmashFX wie gut Nu Skool Breaks aus Meisterhand zum Tanz verführen.
Draussen hat es legendäre -17 Grad Celsius und wir überleben an der Kasse dank langer Unterhosen und Gasflamme. Zum ersten Mal lernen Datababes so auch Axel Zweidinger kennen, der erste zarte Anfang einer langen und fruchtbaren Zusammenarbeit mit der Rheinterrasse. |
||||
| Dezember 2001 | Dezember
2001 Datababes DJs rocken das Zebra-Kino bis der Boden klebt. Während auf dem Klo gefickt wird, spielt Aurelius Squarepusher und Aphex Twin. |
||||
| Frühjahr 2002 | Zahlen:
circa 80 Babes in der Community, rund 210000Hits/3000 Sessions im Monat. Datababes werden zu einem festen Begriff in Konstanz. Die Partyszene ändert sich: Zur Monokultur des Charts- und House-Allerlei gesellen sich überaus erfolgreich die Musikrichtungen der Datababes-Fraktion (DrumandBass, Elektro, Nu Skool Breaks) und die souligere und beizeiten experimentellen Klänge der Relaxed Clubbing-Reihe. Datababes werden interviewt, für externe Parties gebucht und bauen ein solides Netzwerk zu anderen Künstlern und Musikern ähnlicher couleur auf. |
||||
| Frühjahr 2002 | Nach internen Streitereien über Arbeitsmethodik und Umgangstil verlassen Alix und Skitara den inneren Kreis. Ground_zero und Skyeyeliner (aka Torben aka Sgt. Pfeffer) kommen dazu. | ||||
| März 2002 |
Datababes werden angefragt, eine monatliche Partyreihe in der Rheinterrasse zu organisieren. Am 8.3.2002 startet die Treibgut mit einem festen Erscheinungsbild/Nomenklatur mit dem ersten female-only-DJ-Set in Konstanz. Skitara und Anteloop rocken das Haus mit Elektro und Minimal Techno und läuten eine Hinwendung der Datababes zu straighteren, technoideren Sounds ein. | ||||
| April 2002 | TREIBGUT break.gebeat ist die triumphale Rückkehr von Oldschool Breakbeats in die Konstanzer Partyszene. Die Rheinterrasse tobt! killerPOKE spielt das erste MP3-only DJ-Set in Konstanz und prompt werden die Datababes in ihrem Forum von SPY als "Kulturverwahrloser" beschimpft, weil kein Vinyl auf den Plattentellern rotiert. | ||||
| Mai 2002 | Datababes
wagt mit dem Datababes-Partywochenende
(10/11.5) ihr bisher ambitioniertestes Unternehmen: |
||||
| Sommer 2002 | Datababes buchen erstmals DJs aus Ex-Jugoslawien zu einem ihrer Events. (Partyreview) | ||||
| Sommer 2002 | Datababes
werden in Verbindung mit der Konstanzer Kunst-Gruppe Multitrimmer auf das
EXIT-Festival nach Novi Sad, Serbien eingeladen, um dort aufzulegen und
eine Kunst-Installation aufzubauen. Das EXIT-Festival bleibt für viele
Datababes ein unvergessliches Erlebnis und ist der Ausgangspunkt für
viele Freundschaften nach Serbien. Birdy und KRM kommen in den inneren Kreis der Datababes. |
||||
| Herbst 2002 | Nach
einer housigen Treibgut-Party auf der Rheinterrasse beschimpft der anonyme
Forumsposter SPY die Datababes als "Schwuchtelbabes". Die Datababes ärgen und amüsieren sich gleichermassen, denn SPY ist offensichtlich jemand, der zumindest das Datababes-Vokabular (siehe "Riotbabes") verstanden hat. |
||||
| Herbst 2002 | Die
Notwendigkeit eines Redesigns der Website wird immer deutlicher. Das Design
ist nicht mehr fresh, einzelne Komponenten funktionieren nicht gut und einige
Themenbereiche sind nie mit Inhalten gefüllt worden. Auch wird deutlich,
dass einzelne Ideen nie richtig gefruchtet haben und es neben einer Überarbeitung
der Website auch zu einer strategischen Neuorientierung kommen muss. Ressourcen und freie Zeit im inneren Kreis sind knapp. Jedes Kern-Babe ist in eine Vielzahl anderer Projekte involviert. Birdy übernimmt die Konzeption eines Redesigns. |
||||
| Winter 2002 | Datababes kooperieren in einem Monat mit den Kulturveranstaltern Relaxed Clubbing, Zebra-Kino und Sprechstation. | ||||
| Stand Anfang 2003 | Datababes
hat die Besucherzahlen auf der website jährlich mehr als verdoppelt.
Im Moment liegen die mittleren Werte der Zugriffstatistiken bei 300000
Hits / 5000 Sessions pro Monat. Fürs Jahr 2003
nehmen wir uns vor, trotz aller studien- und jobbedingten Zeit- und Muse-Engpässen
aktiv zu bleiben, um das zu tun, was wir am besten können: Gute Parties
machen, die mehr als nur Abzocke und Langeweile bieten, ein Netzwerk an
aktiven Künstlern, Musikern, Partyleuten und Denkern erhalten und
weiterzuknüpfen, über unsere website, Informationen und Austauschmöglichketen
bieten und letztendlich all das zu machen, was uns hier in Konstanz zum
Glücklichsein fehlt. Ihr seid nach wie vor eingeladen, als Gast,
als Autor, als Leser, als Ideengeber oder Helfer daran mitzuwirken. |
||||
| Frühjahr 2003 | killerPOKE startet zunächst mit El Berto im Contrast erfolgreich die "Bombscare", die sich - zunächst Oldskool, Jungle und harten DnB zugewandt - im Laufe der Zeit mehr und mehr unter killerPOKEs Eigenregie auch in die Richtung Nu Skool Breaks orientiert und dabei immer lokale DJs zu Gastspielen einlädt. | ||||
| Mai 2003 | Mit der Datababes Party 06 im Neuwerk kommt das Thema "Irritainment" wieder aufs Tableau und wir machten uns damit nicht nur Freunde. Die stilgetreue Selektion der optimalen Party-Gäste aus den zum Eingang hineinströmenden Massen in einer Kulisse aus Stacheldraht und UNO-Methaphorik durch Fragebögen, Untersuchungen unter Xenon-Blitzlicht und schmerzhaften Klangexperimenten nehmen einige Gäste nicht mit Humor. Die Babes an der Kasse wählen knallhart nach dem Zufallsprinzip und kryptischen formalen Prozessen die Partycrowd aus und immunisieren sich vor Diskussionen und Bestechungsversuchen durch Vermummung und Ohrenschützer. Zwischen "Nazi-Babes" und Stinkefinger bleiben die Reaktionen aber insgesamt recht gewaltfrei. Drinnen ist die Stimmung dafür um so besser und Erwählten schauen in Trauben dem Treiben am Einlass begeistert zu. | ||||
| Juli 2003 | Als Mitveranstalter des Interference Festivals for Media Arts and Electronic Music von blauton.org beweisen die Datababes, dass sie neben der routinierten Abwicklung der Treibgut-Parties in der Rheinterrasse, den Kulturaspekt von Datababes nicht vergessen haben. Die verschiedenen Rauminstallationen, Performances und das umfangreiche Line-Up von DJs und Live-Acts aus dem elektronischen Bereich machen das Interference zu einem beeindruckenden Erlebnis für die leider etwas spärlichen Besucherzahlen. Dennoch gibt es öffentliche Förderpreise und viel gute Presse und letztendlich den Entschluss im Sommer 2004 eine zweite Auflage des Festivals in Angriff zu nehmen. | ||||
| Oktober 2003 | Mit der achtzehnten und letzten Treibgut-Party wird aufgrund des Pächterwechsels und des Drangs zu Neuem ein Schlußstrich unter die Treibgut gezogen. Angesichts 26 nationaler und internationaler DJ Gäste aus der Schweiz, England, Jugoslawien, 18 größtenteils gut gefüllter Parties und einer immer problemlosen Zusammenarbeit mit dem Rheinterrassen-Personal unter der Leitung von Axel können die Datababes eine durchweg positive Bilanz ziehen. Es war eine gute Zeit, mit viel Party, viel unterschiedlichem Sound und viel Spass. Goodbye Rheinterrasse! | ||||
| November 2003 | Nach dem Ende der Treibgut und während der Umbauphase im Neuwerk ziehen die Datababes mit ihrer monatlichen Veranstaltung "Datababes present..." die erste Nu Skool Breaks und Breakbeat orientierte Party in Konstanz unter dem Dach des Kulturladens auf. Der grosse Publikumserfolg bei der Premiere mit dem Londoner DJ Paul Khan katapultiert die Party aus dem Stand zu einer der grössten Breaks-Parties - nicht nur in Konstanz, sondern sogar in ganz Deutschland. Das eigentlich schon längst geplante Redesign mit Online-Radio und vielen neuen Features wird erneut wegen Zeitmangel bei allen Beteiligten zurückgestellt. |
||||
| Frühjahr 2004 | Die
"Datababes present..." hat sich zu einem Highlight für
alle Freunde der fresheren DJ Sounds in Konstanz entwickelt. Gerade im
Bereich Breaks spielt Datababes selbst im nationalen Vergleich ganz vorne
mit. Die Gast DJs sind jedenfalls immer positiv überrascht vom "Provinzkaff"
Konstanz und die Stimmung und Besucherzahlen kommen jetzt dem "Rave"-Ideal
mancher Datababes sehr nahe. Offensichtlich auch dem einiger Neidhammel,
die sich gerne und oft im Party-News-Forum austoben. Wir sehns sportlich.
Konkurrenz belebt das Geschäft... |
||||
| Sommer 2004 |
Die
Organisation des Interference 2004 von blauton.org wird gemeinsam mit
einigen Aktivisten aus den Reihen von Datababes durchgeführt. Wie
im vorangegangen Jahr beteiligen sich viele Datababes als Künstler,
DJs, Musiker und Helfer. Legendär der Auftritt der Berliner Mode
Selektor vom Label BPitchControl. |
||||
| Herbst 2004 | Datababes
werden eingeladen als Kollektiv im Douala bei der Stamina zu spielen.
Trotz des ungünstigen Termins (Rutenfest) wird die Party ein rauschendes
Fest mit proppevollem Haus und Hof. Prof. Z und F/X kommen
neu in den inneren Kreis. Man beobachtet den Run auf das neueröffenete
Neuwerk, in dem jedes Wochenende der Bär tobt und diverse Veranstalter
gute und weniger gute Parties machen (zumindest in unseren Augen ;-)..
) Das Projekt Audiopixel der Babes Dr. Li, Prof. Z, sowie einiger Kollegen wie z.B. Blauton.org feiert eine legendäre Party in der wohl coolsten Location Konstanz: in riesigen Gewächshäusern vor der Reichenau feiert man bis in den Morgen. |
||||
| Winter 2004 | Datababes sind mittlerweile überall in Konstanz mit von der Partie: ob als Veranstalter, DJs, kreative Köpfe oder Projektkräfte von Kulturverein bis Kulturladen, von Neuwahlen bis Neuwerk. Die Seilschaften sind gut trainiert und äußerst bergtauglich. ;-) Und - ob es nun Datababes als Vorbild oder abschreckendes Beispiel war - Konstanz hat sich verändert: Noch nie waren so viele unterschiedliche Crews, Kollektive und Projekte am Start wie jetzt. Die Partyszene ist auf einmal lebendig wie noch nie und z.T. überschneiden sich sogar schon die Parties unter der Regie einzelner Babes an einem Abend. Das Projekt steht also an einem Wendepunkt, da es seine ursprünglichen Ziele erreicht hat und sich viele ursprüngliche Konzepte überholt haben. Darüberhinaus ist viel Zeit in anderen Projekten und Jobs der mittlerweile durchschnittsgealterten Babes gebunden. Innerhalb Datababes ist man sich ob der neuen Situation uneins: Weitermachen und sich dabei in Zukunft stärker nur noch auf gute Parties konzentrieren (aber damit auch viele Ziele und Ideen der Gründungsphase über Bord werfen)? Oder lieber aufhören, um sich in kleineren, agileren Einzelprojekten zu reorganisieren und der Mutter Datababes einen ehrenhaften Ruhestand gönnen? Der innere Kern ist
zwar aktiv wie nie, aber dennoch entschließen sich die 10 Köpfe
des harten Kerns mehrheitlich, dem Projekt eine neue Richtung zu geben,
-nämlich es stilvoll zu beenden, solange es noch lebendig und cool
ist. |
||||
| Detaillierte Info | Reviews,
Bilder, Artikel über die einzelnen Parties bei Party-Reviews.
Eine Übersicht über alle bisher von uns veranstalteten Parties
gibts hier. |
||||